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Stärkung des ländlichen Raums

Der Druck auf die bäuerliche Landwirtschaft hat sich in den zurückliegenden Jahren weiter verstärkt und viele Betriebe betreiben nicht nur traditionelle Landwirtschaft, sondern sind gleichzeitig auch Energie- und Dienstleistungsbetriebe. Sie bieten Erholung, pflegen unsere Kulturlandschaft und leisten insgesamt einen großen Dienst in unserer Gesellschaft.

Trotz allem steht die Landwirtschaft auch im Kreis Borken vor einer sich verschärfenden, schwierigen Situation, wie sich aktuell in der zurückliegenden Milchkrise gezeigt hat. Steigende Milchquoten und Milchmengen führen zur Marktverdrängung von kleinen und mittelständischen Betrieben und die regionale Förderung scheint sich nunmehr nur noch der Förderung von Großmastanlagen zuzuwenden.

Dieser Entwicklung stellt sich Bündnis 90/Die Grünen entgegen. Wir fordern einen Wechsel hin zur regionalen Förderung bestehender landwirtschaftlicher Betriebe und eine Erhaltung der Wertschöpfung am eigenen Hof. Die von uns unterstützte ökologische Landwirtschaft ist hier auf dem richtigen Weg.

Die Nutzung der Gentechnik in der Landwirtschaft, die im Kreis Borken in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative und Bündnis 90/Die GRÜNEN nach einem kurzen Intermezzo eingestellt wurde, wird von uns als unverantwortlich abgelehnt. Die Nutzung des eigenen Saatgutes muss ein unverbrüchliches Recht der Landwirte bleiben.

Die verstärkte Biomassenutzung, die nur auf den Anbau einer Pflanze, den Mais setzt, hat gravierende Nachteile für die heimischen Böden. Wir wehren uns aber gegen eine künstliche Diskussion um Flächenkonkurrenz vor dem Hintergrund einer immer weiter fortschreitenden Flächenversiegelungen durch falsch konzeptionierte und nicht an Siedlungsgebiete angebundene Gewerbe- und Industrieflächen. Wir fordern die verstärkte Nutzung von Biomassereserven in Wallhecken und Wäldern.

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