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Schule und Bildung

Bündnis 90/Die Grünen stehen für gemeinsames Lernen, individuelle Förderung, mehr PädagogInnen und kleinere Klassen. Auch der ländlich strukturierte Kreis Borken ist auf dem Weg zur Wissensgesellschaft besonders gefordert, dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Bildungsstudie, die der Kreistag in Auftrag gegeben hat. Die darin vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verbesserung der Bildungssituation müssen nun zeitnah umgesetzt werden.

Bildung fängt bei den Kleinsten an, deshalb fordern wir eine kontinuierliche finanzielle Unterstützung der Kindertageseinrichtungen sowie eine stetige Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gleichzeitig ist eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Grundschulen anzustreben.

Der Kreis Borken belegt den letzten Platz in ganz NRW bei der Abiturquote, denn es machen nur 20,7% aller Schülerinnen und Schüler im Kreis Borken ein Abitur an einer allgemeinbildenden Schule. Dabei darf es nicht bleiben! Nur durch Druck der Grünen hat der Kreistag die Forderung, die Abiturquote zu verbessern, trotz des Widerstands der CDU in den neuen Kooperationsvertrag mit dem Land NRW zur Verbesserung der Bildungssituation im Kreis aufgenommen. Nun müssen Taten folgen!

Die Kommunen müssen ein Interesse daran entwickeln, Kindern vor Ort und ohne lange Fahrtstrecken den Besuch einer weiterführenden Schule zu ermöglichen, die auch hoch qualifizierende Bildungsabschlüsse anbietet. Schülerinnen und Schüler sollten in einer Schule von der 5. bis zur 7. Klasse gemeinsam beschult werden. Danach sollen sie ab dem 8. Schuljahr in einen Hauptschul-, Realschul- oder Gymnasialzweig wechseln können. Diese neue Schulform wird parteiübergreifend von Kommunalpolitikern und von der Bevölkerung unterstützt. Wir haben aus diesem Grunde die Pläne für ein Gemeinschaftsschule in Schöppingen und Horstmar unterstützt, damit es den Schülern vor Ort ermöglicht wird, das Abitur zu erwerben. Das starre Festhalten der schwarz/gelben Landesregierung am dreigliedrigen Schulsystem hat diese Umsetzung jedoch verhindert. Die eingeführten Verbundschulen erfüllen dementsprechend unsere Vorstellungen nicht.

Die Grünen werden sich für neue Lösungsmöglichkeiten und neue Schulkonzepte vor Ort einsetzen. Sinkende Schülerzahlen dürfen nicht zu einer Aushöhlung des Bildungsangebots vor Ort führen. Gegenüber dem Land NRW werden wir deshalb weiterhin für kleinere Klassen und mehr Lehrerinnen und Lehrer im Westmünsterland kämpfen. Der Kreis Borken ist gehalten auf die Kommunen zuzugehen und zum Erhalt von Schulstandorten beizutragen.

Fünf Schulpsychologen sind nun für den Kreis zuständig, um die Probleme an den Schulen aufzufangen und die Lehrerinnen und Lehrer zu unterstützen. Ein Erfolg der Grünen im Kreistag. Zusätzlich wurden auch für die Berufskollegs Schulsozialarbeiter eingestellt, ebenfalls ein Vorschlag der Grünen. Beim Übergang von Schule zu Beruf wollen wir Partnerschaften der Schulen mit Unternehmen unterstützen. So können leichter Praktikantenstellen gefunden werden und der Einblick junger Menschen ins Berufsleben verbessert werden. Als Schulträger der Berufskollegs muss der Kreis weitere Angebote schaffen, um auch an den Berufsschulen die Hochschulzugangsberechtigung zu erwerben. Der momentane Lehrkräftemangel an den Berufskollegs muss beseitigt werden.

Der von den Grünen geforderte Ausbau der FH Bocholt ist an der Landesregierung gescheitert und die Einrichtung neuen Fachrichtungen in Bocholt in weite Ferne verschoben. Lediglich 40 neue Studienplätze in Ahaus will das Land einrichten. Damit ist zwar ein standortnahes Studium in den ersten Semestern in Ahaus und Umgebung möglich, aber es wurde eine Chance vertan die heimische Wirtschaft durch Absolventen in Bionik und Lebensmitteltechnologie zu unterstützen. Die Frauenquote an der FH muss erhöht werden, mehr Schülerinnen sollten motiviert werden dort zu studieren.

Bündnis 90/Die Grünen wollen darauf hinwirken, dass die Potentiale der Kinder und Jugendlichen gefördert werden, damit sie größtmögliche Chancen in der Wissensgesellschaft und damit auf dem Arbeitsmarkt haben.

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