Verbraucherschutz und Verbraucherrechte
Unsere Konsumwelt verändert sich mit hoher Geschwindigkeit – auf allen Ebenen und mit erheblichen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Neue Kommunikationsmöglichkeiten mit großen Innovationspotenzialen verändern unser Leben viel stärker als erwartet. Neue Dienstleistungen und eine Vielzahl an verfügbaren Informationen stellen hohe Anforderungen an Verbraucherinnen und Verbraucher und sind damit auch eine neue Herausforderung an einen wirksamen Verbraucherschutz.
Verbraucherpolitik betrifft alle Bereiche des täglichen Lebens. Ziel grüner Verbraucherpolitik sind durch objektive Aufklärung gut informierte und durch unabhängige Interessenvertretungen gestützte, selbst bestimmte, kompetente Verbraucherinnen und Verbraucher. In diesem Zusammenhang setzen wir uns für einen zusätzlichen Standort für eine Verbraucherzentrale im Südkreis ein.
Verbraucher haben das Recht auf Transparenz und Information
Nachrichten über belastetes Fleisch, Gemüse oder genmanipulierte Lebensmittel erreichen uns immer wieder. Der Skandal um PCB- bzw. dioxinbelastetes Schweinefleisch aus Irland, das im Dezember 2008 auch in den Kreis Borken geliefert wurde, zeigt einmal mehr die Bedeutung und Notwendigkeit einer lückenlosen Lebensmittelkennzeichnung und -überwachung.
Der Schutz der Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken und Täuschung durch die im Verkehr befindlichen Lebensmittel muss gewährleistet sein. Dies kann nur garantiert werden, wenn den entsprechenden Verwaltungsstellen ausreichend Personal, Ausbildungsplätze und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Im Kampf gegen den Anbau von genmanipuliertem Mais haben wir gemeinsam mit den Bürgerinitiativen bereits erreicht, dass Monsanto sich aus dem Kreis Borken zurückgezogen hat. Dies soll auch in Zukunft so bleiben. Wir setzen uns ein für eine gentechnikfreie Region und die Kennzeichnungspflicht genmanipulierter Nahrung.
Dies bedeutet die aktive Gestaltung einer Umwelt und eines Lebensumfeldes, die die Belastung durch Schadstoffe und Strahlung in Luft, Wasser und Boden auf ein Minimum reduziert. Zahlreiche Studien belegen bereits die gesundheitliche Gefährdung, die von Elektrosmog und elektromagnetischen Wechselfeldern ausgeht Der von RWE geplante Ausbau der 220kv-Hochspannungstrasse auf 380kv im Kreis Borken darf nicht überirdisch als Freileitung erfolgen. Wir unterstützen die Forderungen der betroffenen Kommunen und der Bürgerinitiative „Pro Erdkabel NRW“ nach einer Erdverkabelung und sprechen uns für eine entsprechende Änderung des geplanten Energieleitungsausbaugesetzes aus.
